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    Die Energiepolitik der Schweiz
    Energiewende abwenden!
20 Okt 2015

Und jetzt?

Die Wahlen sind gelaufen und plötzlich sieht die Politlandschaft ganz anders aus. Die Bürgerlichen haben (sogar ohne die sogenannt „Bürgerlich“-Demokratische Partei) im Nationalrat die absolute Mehrheit. Alles paletti – jetzt ist die Energiewende vom Tisch! Wirklich? Nicht so schnell! Politik bleibt Politik, das heisst: Interessen gehen vor Prinzipien.

Die heutige Stromdebatte in der Schweiz erinnert in vielem an Andersens Märchen «Des Kaisers neue Kleider». Die Schweiz ist kein Windland, trotzdem soll die Windkraft gefördert werden. Die Geothermie ist eine unerforschte und nicht alltagstaugliche Technologie, trotzdem spielt sie in den Überlegungen des Bundes eine zentrale Rolle. Strom aus Solarzellen kann zur Zeit nicht gespeichert werden, trotzdem soll auch er über alle Massen gefördert werden.

Frau BR Leuthard wird nicht müde zu versichern, Kernkraftwerke seien wirtschaftlich untragbar und propagiert dafür den billigen Solarstrom. Solarenergie sei auch in unseren Breitengraden rentabel. Wie günstig muss sie dann erst dort sein, wo kein Nebel und kaum Wolken das Bild trüben? Die Probe aufs Exempel ist letzten Dezember ans Netz geschaltet worden: Das Solarkraftwerk der Firma Abengoa in der kalifornischen Mohave-Wüste.

08 Aug 2015

Unredlich!

Die Energiestrategie 2050 des Bundesrats, die sogenannte Energiewende, hat ein einfaches, klares Ziel: Ersatz der Kernkraftwerke durch erneuerbare Energie. Zu diesen zählen Photovoltaik, Windenergie, Biomasse und Geothermie. Auch ein Ausbau der Wasserkraft wird angestrebt. Sollte das nicht reichen, kann man immer noch importieren und Gaskraftwerke bauen.

03 Aug 2015

Korrektur

Zum Thema „Radioaktivität“ haben wir eine Tabelle publiziert, in der verschiedene Strahlenbelastungen aufgeführt sind. Unter anderem steht zuunterst: „Kurpersonal im Zentrum von Bad Gastein – 200 mSv/Jahr“.

Als Kommentar fragte Markus Saurer: „Und wie steht es mit der Gesundheit des Bad Gasteiner Kurpersonals?“

Diese Frage blieb bis jetzt unbeantwortet und sie hat uns keine Ruhe gelassen. Das mussten wir abklären!

In der Kaffeepause einer Tagung steht eine Gruppe, darunter das Kaltduschenmitdoris-Team, um ein Tischchen herum. Da sagt einer, gestern sei sein Notstromdiesel eingetroffen. Er habe diesen gleich am Geburtstag seiner Frau eingeweiht und die Nachbarn hätten gefragt: „Was soll das? Was weisst du, was wir nicht wissen?“ Eine Dame ist nicht verblüfft: „Ich habe mir von meinem Mann einen zum Geburtstag gewünscht; wir evaluieren noch zwei Offerten.“ Eine dritte Stimme: „Meiner läuft schon seit zwei Jahren.“ Da meint der Pressesprecher, der daneben steht: „Ist das nicht eine schöne Schlagzeile: Strom-Insider kaufen Notstromdiesel!?“

26 Mai 2015

Erntefaktor

Wenn der Bauer im Frühling eine Kartoffel in die Erde setzt, dann erwartet er, dass er im Herbst mehr als eine ernten kann. Wie viele Kartoffeln muss er ernten können, damit sich der Anbau lohnt? Schwer zu sagen, wenn man nicht weiss, wie gross das Kartoffelfeld ist. Zwei geerntete Kartoffeln für eine gesetzte, das ist sicher zu wenig. Das wäre ein Erntefaktor von zwei. Eine braucht er im nächsten Frühling als Saatkartoffel und mit dem Ertrag aus der zweiten muss er finanzieren, was mit dem Anbau zusammenhängt: den Traktor, den Dünger, das Pflanzenschutzmittel, die Unkraut-Vertilgung. Wahrscheinlich braucht er dafür sogar mindestens zwei extra Kartoffeln, also einen Erntefaktor von drei. Damit hat er aber noch nichts verdient und er hat noch nichts gegessen. Damit sich der Anbau von Kartoffeln lohnt, muss der Erntefaktor bedeutend grösser sein als drei.
In der Energietechnik gelten ähnliche Überlegungen.

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